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Die Ortsfeuerwehr
Geitelde führte zusammen mit dem Kindergarten
Geitelde eine Brandschutzerziehung im Rahmen
einer Projektwoche durch. Am vergangenen Freitag
endete die Aktion mit dem Anbau von Rauchmeldern
im Kindergarten.
Feuer in einem
Mehrfamilienhaus. Der kleine Tim ist allein in
der Wohnung und entdeckt die tödliche Gefahr
durch den beißenden Geruch in der Küche. Doch
was nun…?!
Solch ein mögliches
Szenario nahmen die Kameraden der Ortsfeuerwehr
Geitelde zum Anlass, mit den Planungen für eine
Brandschutzerziehung im Rahmen einer
Projektwoche mit dem Kindergarten Geitelde zu
beginnen. Die Ziele waren schnell ermittelt,
sodass eine Leitlinie für den Unterricht
feststand: die Kinder sollen nach dieser Woche
die Gefahren erkennen, andere Mitmenschen
warnen, sich in sichere Bereiche retten und den
Notruf absetzen können. Auf diesen grundlegenden
Punkten wurde eine Brandschutzerziehung
ausgearbeitet. Über den Zeitraum von einer
Woche, sollen die Unterrichtsinhalte den
Kindern täglich in einer 30-45 Minütigen
Unterrichtseinheit auf spielerische Art gelehrt
werden.
Vor Beginn der Woche waren
zunächst die Betreuerinnen gefordert. Diese
wurden durch Fallbeispiele und Videos über
Brandausbreitung in Kinderzimmern und Wohnräumen
sensibilisiert. Für alle Mitarbeiterinnen des
Kindergartens war es eine neue, erschreckende
Erkenntnis, wie schnell die kleine Flamme eines
Teelichtes ein komplettes Zimmer in Brand setzen
kann. Im praktischen Teil wurde der Umgang mit
Feuerlöschern geübt. Hierbei konnte jede der
Betreuerinnen die Handhabung und Benutzung eines
Feuerlöschers, sowie die beste Löschtaktik an
einem brennenden Holzhaufen erlernen.
An einem Montag im Mai war
es dann soweit. Um 8 Uhr betrat die erste, etwa
15 Kinder starke, Gruppe mit ihren Betreuerinnen
das Feuerwehrgerätehaus Geitelde. An diesem
Tage lernten die Kinder das Feuer kennen. Auf
Fragen wie: „Wie sieht Feuer aus“, „Wie riecht
Feuer“, „Was ist gutes, was ist böses Feuer“…
konnten alle Kinder nach diesem ersten Tag
Antworten geben. Anhand eines kleinen Lagefeuers
wurde den Kindern gezeigt, welch große
Wärmeentwicklung ein Feuer hat. Nach dieser
Gruppe folgten, wie an den folgenden Tagen, noch
4 weitere, darunter auch die Sprachheilgruppe.
Am Dienstag wurde das
Verhalten bei einem „bösen“ Feuer geübt. Eltern
warnen, das Verlassen des Gebäudes, Türen
schließen und anschließendes Absetzen einen
Notrufes wurden geprobt. Und das Wichtigste:
niemals vor dem Feuer verstecken!
Mittwochvormittag stand das
richtige Absetzen eines Notrufes auf dem
„Stundenplan“. Jedes Kind hatte eine kleine
Hausaufgabe bekommen, seinen vollständigen Namen
und die Adresse zu lernen. Das Telefonieren mit
einem Kameraden der die Leitstelle mimte, machte
allen Kindern viel Spaß.
Ein kleiner Lebensretter
war am Donnerstag Bestandteil des Vormittags –
der Rauchmelder. Wofür ist er da? Was macht er
wenn es brennt und wie hört er sich an? Den
Kindern die Angst vor dem lauten Piepen zu
nehmen und das richtige Handeln beim Auslösen
des Gerätes beizubringen, war an diesem Tag die
Hauptaufgabe der Ausbilder.
Am Abschlusstag wurden die
gesamten Inhalte der Projektwoche noch einmal
wiederholt. Die Kinder erhielten ein
Abschlussfoto für ihren Gruppenraum. Unter der
Woche erhielten die Kinder zu jedem Thema eine
gedruckte Zusammenfassung des Tages mit Bildern
zum leichten Verstehen und Aufarbeiten des
Gelernten mit den Eltern.
Durch die abschließend
geführten Gespräche mit der Leiterin des
Kindergartens wurde deutlich, dass noch ein
gravierender Mangel bei der Sicherheit im
Kindergarten bestand. In den gesamten Räumen des
Kindergartens, welche in zwei verschieden
Gebäuden untergebracht sind, gab es zum
Zeitpunkt der Projektwoche nur einen
Rauchmelder. Der wichtigste Faktor, um mit den
Kindern im Ernstfall das Gebäude verlassen zu
können, die Zeit, wäre ohne Rauchmelder wohl um
ein vielfaches höher. Auf Anraten der
Ortsfeuerwehr, wurden durch den Kindergarten
neun weitere Rauchmelder beschafft. Diese wurden
am vergangenen Freitag, dem offiziellen
Rauchmeldertag, von Kameraden der OF in den
Räumen des Kindergartens installiert. Nun sind
sämtliche Gruppen-, Schlaf,- und Spielräume des
Kindergartens mit den kleinen, unscheinbaren
Lebensrettern ausgestattet.
Vom Erfolg der Projektwoche
sind alle Beteiligten überzeugt. Über eine
Fortsetzung in den kommenden Jahren und eine
Erweiterung der Kooperation zwischen
Kindergarten und Ortsfeuerwehr wird bereits
nachgedacht.

Anbau der Rauchmelder im Kindergarten
Text: Jens Simon
Bildquelle:
Braunschweiger Zeitung, 14.08.2010, Sierigk
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